Der Schlepperfreund Nr. 75, Ochsenhausen 2008
Schleppertreffen im Himmelreich des Barock

Die oberschwäbische Barockstadt Ochsenhausen ist mit ihrer ehemaligen Benediktiner-Reichsabtei ein weit über die Region hinaus bekanntes kulturelles Zentrum. Aber nicht nur. Die Stadt an der Hauptroute der Oberschwäbischen Barockstraße hat auch sonst einiges zu bieten. So dampft im Sommer zur Freude aller Eisenbahnromantiker die Öchsle-Museumsbahn auf schmaler Spur durch die Lande. Wobei wir beim Thema sind. Alljährlich im Juni steht das Öchslefest auf dem Programm, ein großes Stadtfest, das an die lange und reiche Geschichte Ochsenhausens erinnert.

Dass dieses Fest Alt und Jung in ihren Bann zieht, ist das Verdienst vieler - auch der Bulldogfreunde Ochsenhausen. Bereits zum elften Mal haben sie als Bestandteil des Öchslefestes eine große Ausstellung landwirtschaftlicher Maschinen und Geräte auf dem herrlichen Areal der Oberschwäbischen Barockgalerie präsentiert. Mit über 200 Schleppern, Bulldogs und Traktoren trafen sich Bulldog- und Schlepperfreunde aus nah und fern in Ochsenhausen.

Man sah viele restaurierte Fahrzeuge, aber auch eine Menge in gutem Originalzustand belassener Exponate. Eine ganz besondere Augenweide waren ein 20ger Eisen- sowie ein Holzgasbulldog, der in bestimmten zeitlichen Abständen immer wieder angeheizt wurde. Eine Demonstration, die zeigte, wie arbeitsaufwendig es früher war, solch ein Fahrzeug überhaupt einsatzfähig zu bekommen.

Ebenfalls auf großes Interesse stießen Schlepper wie Deutz oder Eicher samt ihren - zum Teil mit unzähligen kleinen Haushaltsgeräten und Maschinen - beladenen Anhängern. Auch ein sehr schön restaurierter Posthänger mit alten Postsäcken oder ein Wagen mit großem Butterfass von 1895 zogen die staunenden Blicke der Besucher auf sich. Eine weitere Augenweide war die große Transmission. Diese sorgte bei einer kleinen Dreschmaschine, einem Schleifstein, einer Windfege sowie einer Schrotmühle für den notwendigen Antrieb.

Ganz besonders freuten sich die Veranstalter über Gäste, die teilweise eine Entfernung von mehr als 500 Kilometern nicht gescheut haben, um am Ochsenhausener Treffen teilzunehmen. Was den Charme dieses verhältnismäßig kleinen Treffens ausmacht, ist die ganz und gar familiäre Atmosphäre. Die Teilnehmer werden bei ihrer Ankunft persönlich begrüßt und die Anmeldung wird immer noch von Hand geschrieben. Wie in jedem Jahr nahm der Bürgermeister der Stadt Ochsenhausen das Mikrofon selbst in die Hand. Er dankte allen Teilnehmern und Gästen für ihren Besuch und bestärkte sie, mit ihrem Hobby den "Edelschrott" für die Zukunft zu erhalten.

Ursula Hopp


Seitenanfang
 
Bildergalerie Ochsenhausen 2008


Seitenanfang
 

© 2001-2012 Bulldog- und Schlepperfreunde Württemberg e. V.